Die Binder Blaubären TSV Flacht mussten sich bei den Ladies in Black Aachen mit 0:3 geschlagen geben. Dabei begegneten die Flachterinnen dem Bundesligisten im ersten Satz lange auf Augenhöhe. Mit druckvollen Angriffen, gezielten Tipps in die Lücken und einer konzentrierten Leistung hielten sie die Partie offen.
Nach anfänglichem Rückstand kämpften sich die Blaubären mehrfach zurück und glichen unter anderem zum 14:14 und 18:18 aus. Hanne Binkau punktete mit starken Angriffen, auch Hanna Kögler setzte Akzente. Mit einem Aufschlag-Ass brachte Kögler Flacht beim Stand von 20:20 erneut heran. In der Schlussphase konnten sich die Ladies in Black Aachen jedoch absetzen und entschieden den umkämpften Auftaktsatz knapp für sich.
Überschattet wurde der Durchgang von einer Verletzung Anni Tändlers. Die Mittelblockerin musste wegen einer Fingerverletzung vom Aachener Arzt behandelt und getapt werden. Um mehr Zeit für die Behandlung zu ermöglichen, nahm Trainer Manuel Hartmann zwei Auszeiten nacheinander. Anschließend kam Viktoria Dörschug für Tändler ins Spiel und übernahm zunächst ungewohnterweise die Position in der Mitte. Tändler kehrte später wieder aufs Feld zurück.
Aachen nutzt Flachter Fehler konsequent
Im zweiten Satz erwischten die Gastgeberinnen den besseren Start und setzten sich früh mit 4:0 ab. Flacht hatte zunächst Schwierigkeiten, die eigenen Angriffe durchzubringen, und leistete sich zu viele Eigenfehler. Mit einem starken Line-Angriff verkürzte Frauke Skrabak, und auch danach kämpften sich die Blaubären wieder heran. Durch einen Block von Anni Tändler gelang schließlich der Ausgleich zum 13:13.
In der Folge fanden die Ladies in Black Aachen jedoch erneut besser ins Spiel. Der starke Block und die aufmerksame Abwehr stellten Flacht vor große Herausforderungen. Auch eine erfolgreiche Challenge der Blaubären brachte nur kurz Entlastung. Aachen setzte sich wieder deutlich ab und gewann den zweiten Satz.
Blaubären finden keine Wende mehr
Im dritten Durchgang setzte Britta Schammer mit einem starken Mittelangriff ein frühes Zeichen. Dennoch gelang es den Blaubären nicht, dauerhaft Anschluss zu halten. Aachen nutzte seine Chancen konsequent, während Flacht weiterhin Mühe hatte, die gegnerische Abwehr zu überwinden. Nach einer Auszeit von Manuel Hartmann und einem weiteren Wechsel kämpften die Flachterinnen weiter um jeden Punkt.
Beim Stand von 16:24 hatten die Ladies in Black Aachen den ersten Matchball. Die Blaubären wehrten diesen nach einem Overpass der Gastgeberinnen ab: Gesa Brandstrup tippte den Ball direkt ins gegnerische Feld. Wenig später machte Aachen mit 25:17 im dritten Satz den 3:0-Erfolg perfekt.
Als wertvollste Spielerin der Binder Blaubären wurde Hanne Binkau ausgezeichnet. Ihr Einsatz und ihre Angriffe gehörten zu den positiven Akzenten der Flachterinnen an diesem Abend.
Der erste Satz hat gezeigt, dass die Blaubären mit Konzentration und druckvollen Angriffen auch gegen erfahrene Bundesligisten mithalten können. In den folgenden Durchgängen machten es die Eigenfehler und die starke Block- und Abwehrleistung der Aachenerinnen jedoch schwer, den eigenen Rhythmus zu finden.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Bereits am Sonntag geht es für die Binder Blaubären in der heimischen Bärenhöhle weiter. Um 15 Uhr empfängt Flacht Schwarz-Weiß Erfurt.
Text: Franziska Schüttelbauer | Binder Blaubären TSV Flacht
Foto: Nils Wüchner


