Binder Blaubären TSV Flacht holen Satzgewinn gegen Schwerin und begeistern die Bärenhöhle

Oktober 18, 2026

Die Binder Blaubären TSV Flacht haben sich am Sonntagnachmittag dem etablierten Erstligisten SSC Palmberg Schwerin mit 1:3 geschlagen geben müssen. Die Mannschaft von Trainer Manuel Hartmann zeigte vor allem im ersten und dritten Satz eine starke Leistung und belohnte sich mit einem verdienten Satzgewinn.

 

Bärenstarker Auftakt gegen den Favoriten

Die Blaubären starteten mutig in die Partie und hielten von Beginn an mit den Gästen aus Schwerin mit. Anni Tändler erzielte den ersten Punkt für Flacht. Beim Spielstand von 5:5 forderte Schwerin eine Video-Challenge zu einem eigenen Aufschlag, der im Aus gelandet war. Die Überprüfung bestätigte die ursprüngliche Entscheidung – die Challenge blieb erfolglos. Auch im weiteren Satzverlauf begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe.

Beim Stand von 16:14 nahm Schwerin die erste Auszeit, bei 21:16 folgte die nächste. Die Flachterinnen ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen und erspielten sich vier Satzbälle. Den ersten verwandelten sie direkt zum 25:20 und sicherten sich damit den umjubelten ersten Durchgang.

 

Schwerin schlägt zurück

Im zweiten Satz erwischten die Gäste einen Traumstart und gingen direkt mit fünf Punkten ohne Gegenpunkt in Führung. Eine weitere Video-Challenge der Schweriner blieb ebenfalls ohne Erfolg. Die Binder Blaubären versuchten, den Rückstand zu verkürzen, doch Schwerin setzte sich zunehmend ab.

Trainer Manuel Hartmann nutzte beim Stand von 5:12und 9:17 beide Auszeiten, um auf den Spielverlauf zu reagieren. Die Flachterinnen kämpften weiter und wehrten den ersten von insgesamt 13 Satzbällen ab. Den Durchgang mussten sie dennoch deutlich mit 13:25 abgeben.

 

Flacht hält dagegen – Schwerin entscheidet den dritten Satz

Im dritten Satz fanden die Blaubären zurück zu ihrer Leistung aus dem Auftakt. Mit einer frühen 5:3-Führung setzten sie die Gäste erneut unter Druck. Ein Doppelwechsel brachte zusätzliche Impulse: Emily Hachenberg kam für Gesa Brandstrup, Roxana Vogel ersetzte Frauke Skrabak.

Es entwickelte sich ein enger Durchgang, in dem die Flachterinnen den Favoriten bis zum Schluss forderten. Schwerin erspielte sich fünf Satzbälle, doch die Blaubären stemmten sich gegen den Satzverlust und verkürzten den Rückstand. Am Ende setzte sich der Vorjahres-Halbfinalist mit 25:22 durch.

 

Schwerin macht im vierten Satz alles klar

Im vierten Satz fanden die Binder Blaubären zunächst nur schwer ins Spiel. Schwerin nutzte die Gelegenheit, sich abzusetzen, und führte zwischenzeitlich mit 17:11. Die Flachterinnen gaben sich jedoch nicht auf und kämpften sich auf 14:18 heran.

Trotz des erneuten Aufbäumens reichte es nicht mehr, um den Satz zu drehen. Schwerin gewann den Durchgang mit 25:16 und damit die Partie mit 3:1.

 

Frauke Skrabak wird Flachter MVP

Zur wertvollsten Spielerin der Binder Blaubären wurde Frauke Skrabak ausgezeichnet. Mit druckvollen Angriffen und clever platzierten Tipps setzte sie immer wieder Akzente und sammelte wichtige Punkte für ihr Team.

Auch Hanne Binkau überzeugte mit Angriffen, bei denen sie den gegnerischen Block geschickt nutzte. Hanne Kögler setzte die Schweriner Abwehr mit kraftvollen Angriffen unter Druck, während Britta Schammer mit guten Angriffen in die kurze Mitte punktete. Auf Seiten der Gäste wurde Devyn Robinson als MVP ausgezeichnet.

 

Ein Satzgewinn und eine Bärenhöhle in Höchstform

Auch wenn es am Ende nicht für eine Überraschung gegen den etablierten Erstligisten reichte, können die Binder Blaubären auf ihre Leistung stolz sein. Der gewonnene Auftaktsatz und der enge dritte Durchgang zeigten, dass die Mannschaft mit Schwerin mithalten und den Favoriten phasenweise vor Herausforderungen stellen kann.

Für einen besonderen Rahmen sorgte auch die prall gefüllte Bärenhöhle. Trotz des Sonntagstermins um 15 Uhr unterstützten die Fans ihre Mannschaft lautstark und hielten die Stimmung über die gesamte Partie hinweg hoch. Hallensprecher Lemmi heizte dem Publikum zusätzlich ein – so sehr, dass selbst die Kommentatorinnen Mühe hatten, sich bei der Lautstärke Gehör zu verschaffen.

Gemeinsam mit den Fans wurde der Volleyballnachmittag trotz der Niederlage zu einem besonderen Erlebnis. Die Blaubären haben gezeigt, dass sie sich auch gegen große Namen nicht verstecken müssen.

 

Text: FS | Binder Blaubären TSV Flacht
Foto: Nils Wüchner

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